Ein Metronom mit Puls
September 2026
Überblick
Der Kreis in der Bildschirmmitte pulsiert im selben Moment und mit derselben Stärke wie jeder Klick. Ich habe ein Metronom für das iPhone entwickelt – ohne Werbung, Konten oder Einstellungsseite.
Ich habe es für mein eigenes Üben auf dem Tenorsaxofon gebaut. Öffnen und sofort loslegen; auch wenn der Ton schlecht zu hören ist, bleibt der Schlag sichtbar. Vom Konzept über die Gestaltung bis zur Umsetzung in SwiftUI und zur Synthese der Klicks habe ich alles selbst gemacht.
Bedienung — berühren, was sich ändern soll
Auf dem Bildschirm stehen nur Schlagpunkte, ein Kreis und die Tempozahl. Keine Menüs, keine Anleitungstexte: Man berührt direkt das, was man ändern möchte.
- ⓘ
- Öffnet die Hilfeseite.
- Punkte
- Antippen fügt einen Schlag hinzu (1–7). Durch Streichen lassen sich Schläge hinzufügen oder entfernen.
- Kreis
- Antippen startet oder stoppt. Gedrückt halten, dann im Takt eines Liedes tippen, um das Tempo festzulegen.
- Zahlen
- Ziehen macht schneller oder langsamer. Langsame Bewegungen ermöglichen feine Anpassungen. −/+ ändert den Wert um eins.
Puls — derselbe Moment, dieselbe Stärke
Der Kreis wächst, wenn der Ton das Ohr erreicht, nicht wenn er ausgegeben wird. Die etwa 0.1–0.3 Sekunden Verzögerung von Bluetooth-Kopfhörern gleicht die App anhand der von iOS gemeldeten Ausgabelatenz aus. Die Ausdehnung ist proportional zur Klicklautstärke: Zum höheren, lauteren ersten Schlag wächst der Kreis deutlich stärker.
Der Audio-Thread legt die Schlagzeitpunkte auf Sample-Ebene fest. Die Berechnung vermeidet sich aufsummierende Fehler: Auch nach einer Stunde ununterbrochener Wiedergabe bleibt die Abweichung innerhalb von 0.5 Samples.
Tap-Tempo — Stille beim Eintippen
Hält man den Kreis gedrückt, beginnt er wie Wackelpudding zu zittern. Tippt man zum Lied oder zum Tempo im Kopf, gibt er an der berührten Stelle nach, wackelt und springt zurück. Vibration macht das Tempo spürbar.
Während des Tippens bleibt die App bewusst stumm. Ein unmittelbarer Antwortton käme über Bluetooth verspätet an und würde sich mit den Metronomklicks überlagern. Sobald man aufhört zu tippen, beginnen die Klicks im erfassten Tempo fast unhörbar und erreichen innerhalb von sechs Sekunden ihre normale Lautstärke.
Klang — nach Gehör eine Tonhöhe wählen, die neben dem Saxofon hörbar bleibt
Die Klicks werden aus Sinuswellen synthetisiert, ohne Audiodateien. Ich erstellte eine Vergleichsseite und führte beim Tenorsaxofonspielen drei Hörvergleiche über den iPhone-Lautsprecher durch. Ich entschied mich für 1875 Hz und 1250 Hz, das 1.25-Fache der ursprünglichen Frequenzen: oberhalb des stärksten Saxofonbereichs und unterhalb des leicht schrill klingenden Bereichs.
Höhere, längere Klänge und Varianten mit zusätzlichen Obertönen waren besser hörbar. Trotzdem blieb ich in dem Bereich, der einen weichen, neutralen elektronischen Klang bewahrte.
Weglassen — was nicht hineinkam
Nichts, was bei der Auswahl zögern lässt. Ich prüfte für jedes Element, ob die App ohne es auskommt, und ließ es weg.
- Werbung, Tracking und Konten
- Von Anfang an entschieden. Die App baut von sich aus keine Netzwerkverbindungen auf.
- Einstellungsseite
- Alles geschieht auf einem Bildschirm.
- Klangauswahl
- Zwei Klänge für betonte und unbetonte Schläge reichen. Auswahlmöglichkeiten führen zu Unentschlossenheit.
- Lautstärkeregler
- Die Lautstärketasten des Geräts reichen.
- Heller Modus
- Nur eine schwarze Anzeige.
- Acht oder mehr Schläge
- 12/8 zählt man in vier Schlägen, 9/8 in drei.
- Unterteilungen (Achtel, Triolen, Sechzehntel)
- Nicht unverzichtbar. Sie bleiben der erste Kandidat für eine spätere Ergänzung.
- Numerische Tempoeingabe
- −/+ und Ziehen reichen.
In SwiftUI umgesetzt, ohne externe Bibliotheken. Läuft auf dem iPhone ab iOS 17. Der englische Name lautet No Ads Simplest Metronome. Die Veröffentlichung im App Store ist in Vorbereitung (September 2026). Die vollständige Anleitung und die Datenschutzerklärung stehen auf der Hilfeseite (auf Englisch).