Takafumi Horiuchi

Drei Designstudio-Projekte

Überblick

Im Masterstudiengang Design & Engineering am Politecnico di Milano arbeitete ich in den Designstudio-Kursen jedes Semester mit einem anderen Team. Wir entwickelten ganzheitliche Produktvorschläge: von der Definition des Problems und der Nutzerbedürfnisse über Form, Mechanik und Interaktion bis zum Fertigungsansatz. Diese Seite stellt drei Projekte vor, die zwischen Winter 2019 und Winter 2020 entstanden.

  1. Entwurf einer Kaffeemaschine (Winter 2019)HUBBLE ist das Konzept einer gemeinsam genutzten Kaffeemaschine, die auf individuelle Vorlieben eingeht. Der Entwurf umfasst eine kreisförmige Bedienoberfläche, einen höhenverstellbaren Auslauf, einen drehbaren Ausgabekopf, interne Mechanismen und Fertigungszeichnungen.
  2. Entwurf eines Gebläsefiltergeräts für Schweißarbeiten (Sommer 2020)VCS-20 ist das Konzept eines Gebläsefiltergeräts (PAPR), das mit vorhandenen Schweißschutzschirmen verwendet werden soll. Es verbindet eine Haube, eine Weste und ein auf den Schultern getragenes Gebläse und wurde zu einem tragbaren Prototyp in Originalgröße ausgearbeitet.
  3. Entwurf eines Geräts zur Voruntersuchung vor der Blutspende (Winter 2020)DELCON Massachusetts ist ein Konzept zur berührungslosen Voruntersuchung von Temperatur, Herzfrequenz, Blutdruck und Hämoglobin vor der Blutspende. Wir gestalteten das Gehäuse und einen Ablauf zur Selbstbedienung mit QR-Anmeldung, Messung und cloudbasierter Weitergabe der Ergebnisse.

Entwurf einer Kaffeemaschine (Winter 2019)

Aufgabe: Individueller Kaffee aus einer gemeinsam genutzten Maschine

In Wohngemeinschaften, Coworking-Räumen und Büros nutzen Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen und Vorlieben dieselbe Kaffeemaschine. Unsere Untersuchung bestehender Kapselmaschinen zeigte Einschränkungen bei der Tassengröße, unklare Bedienelemente und durch die Kapseln festgelegte Geschmacksrichtungen. Detaillierte Einstellungen bei jedem Getränk wiederholen zu müssen, würde die gemeinsame Nutzung zusätzlich umständlich machen.

Wir entwickelten zwei gegensätzliche Personas: Maria aus Mexiko, die einen großen, milden Kaffee bevorzugt, und Mert aus der Türkei, der einen kleinen, starken Kaffee mag. Daraus leiteten wir Anforderungen ab: einstellbares Aroma, Stärke, Temperatur und Menge; gespeicherte Nutzerprofile und Rezepte; Unterstützung unterschiedlicher Tassengrößen und Aufstellrichtungen sowie einfaches Nachfüllen und Reinigen.

Rendering der Kaffeemaschine HUBBLE auf einer gemeinsam genutzten Büroküchenzeile. Aus dem schwarzen Korpus ragt ein kupferfarbener Ausgabekopf; ein rundes Display und eine Tasse sind sichtbar.
Der vorgeschlagene HUBBLE-Entwurf verbindet einen mattschwarzen Korpus, einen kupferfarbenen Ausgabekopf und ein kreisförmiges Bedienelement zu einer Form für gemeinsam genutzte Räume.

Gestaltung: Gespeicherte Vorlieben und eine kreisförmige Bedienoberfläche

HUBBLE sollte Nutzende über Bluetooth erkennen und ihre gespeicherten Rezepte abrufen. Bei der ersten Verwendung wählt man durch Drehen des kreisförmigen Knopfs Aroma, Stärke, Temperatur und weitere Einstellungen und bestätigt sie durch Drücken. Ein Lieblingsgetränk lässt sich benennen und für eine schnelle Auswahl beim nächsten Mal speichern; Empfehlungen bieten die Möglichkeit, andere Geschmacksrichtungen auszuprobieren.

Die Bedienoberfläche kombiniert ein rundes Display mit einem Dreh-Drück-Steller. Dadurch bleibt die Vorderseite übersichtlich, während Einstellungsfolge und aktuelle Werte an einer Stelle sichtbar sind. Der Auslauf lässt sich vertikal an die Tasse anpassen und hält so einen geeigneten Abstand sowohl zu einer kleinen Espressotasse als auch zu einem hohen Becher.

Demonstration der kreisförmigen Bedienoberfläche mit Nutzererkennung, Rezeptauswahl, Anpassung von Aroma, Stärke und Temperatur sowie der entworfenen Bildschirmfolge bis zur Kaffeezubereitung. Dies ist kein Test der Brühleistung einer realen Maschine.

Aufstellung, Nachfüllen und Wartung zusammen gestalten

Der Ausgabekopf lässt sich gegenüber dem Korpus drehen, sodass Tassen an der Längs- oder Schmalseite der Arbeitsfläche stehen können. So kann sich die Maschine an Wände und Laufwege in kleinen Küchen und Büros anpassen. Wasser- und Bohnenbehälter werden nach oben herausgenommen; Milchbehälter und Abfallbehälter öffnen sich durch Druck von vorn. Das ermöglicht Nachfüllen und Reinigen aus mehreren Richtungen.

Wir ordneten außerdem Mahlwerk, Pumpe, Heizung, Brühmechanismus und Drehmotor im Gehäuse an und entwickelten das 3D-CAD-Modell sowie die Bauteilstruktur. Der abschließende Zeichnungssatz enthält Zusammenbauzeichnungen, eine Stückliste und Fertigungszeichnungen einzelner Teile.

Zusammenbauzeichnung von HUBBLE mit zerlegtem Korpus, drehbarem Ausgabekopf, rundem Bedienelement und nummerierten internen Bauteilen. Rechts steht die Stückliste.
Zusammenbauzeichnung und Stückliste von HUBBLE mit Gesamtaufbau und dem Verhältnis zwischen Gehäuse und internen Mechanismen.

Ergebnis: Ein ganzheitlicher Entwurf, ausgearbeitet in CAD und technischen Zeichnungen

Der abschließende Vorschlag verbindet Anforderungen aus Nutzungsszenarien und Personas, Produktgestaltung, Abläufe der kreisförmigen Bedienoberfläche, bewegliche Bauteile, Wartungszugänge, innere Anordnung, 3D-CAD sowie Zusammenbau- und Einzelteilzeichnungen. Die gemeinsame Nutzung wird durch eine Maschine unterstützt, die sich die Vorlieben jeder Person merken soll.

Product Development Design Studio I, Coffee Machine, Gruppe 7. Gemeinschaftsarbeit von Carla Ayala, Fabio Monza, Ayse Selin Yagsan, Takafumi Horiuchi und Marco Talpo.

Abschlusspräsentation

  1. Titelfolie zu HUBBLE Coffee Machine mit einer unscharfen Silhouette der Maschine vor dunklem Hintergrund.
  2. Abschnittsfolie zum Projekt mit Nahansicht des kupferfarbenen runden Bedienelements und Ausgabekopfs von HUBBLE.
  3. Das Nutzenversprechen von HUBBLE mit Produktrendering und den Stichworten Personalisierung, Erkennung, Empfehlungen und Positionierung.
  4. Abschnittsfolie zum endgültigen Entwurf mit schräger Draufsicht auf den Ausgabekopf von HUBBLE.
  5. Rendering der vorgeschlagenen Kaffeemaschine HUBBLE auf einer Küchenzeile in einem gemeinsam genutzten Büro.
  6. Drei Merkmale – Personalisierung, Erkennung und Positionierung – dargestellt durch die runde Bedienoberfläche, Nutzererkennung und den drehbaren Ausgabekopf.
  7. Abschnittsfolie zur Recherche mit Draufsicht auf einen Tisch mit mehreren Tassen.
  8. Vergleich von Kaffeekulturen weltweit anhand einer Weltkarte und verschiedener Arten von Kaffeetassen.
  9. Abschnittsfolie zu gemeinsam genutzten Räumen mit einem Foto von Menschen an einer Kaffeemaschine.
  10. Fotos von drei vorgesehenen Einsatzorten: Wohngemeinschaft, Coworking-Raum und Büro.
  11. Zwei gegensätzliche Personas: Maria bevorzugt einen großen, milden Kaffee, Mert einen kleinen, starken.
  12. Abschnittsfolie zum Entwurfsprozess mit Skizzen, Modellen und CAD-Details.
  13. Die Entwicklung der Kaffeemaschinenform von frühen Skizzen bis zum Entwurf mit drehbarem Ausgabekopf.
  14. Vergleich von Größe und Aufbau der Nespresso Pixie und HUBBLE.
  15. Abschließendes Rendering von HUBBLE in einer gemeinsam genutzten Küche beim Füllen einer Tasse.
  16. Abschnittsfolie zum Moodboard mit einer Collage von Produkten mit schwarzen und kupferfarbenen Oberflächen.
  17. Das HUBBLE-Moodboard verbindet Bilder von Präzisionsinstrumenten, Himmelskörpern, Kupfer und schwarzen Oberflächen.
  18. Abschnittsfolie zur Interaktion mit dem Rendering einer Hand, die das runde Display und den Drehknopf bedient.
  19. Interaktion mit dem runden Drehknopf: Nutzername, Drehen zur Auswahl einer Option und Drücken zur Bestätigung.
  20. Drei runde Bedienansichten zur Einstellung von Aroma, Stärke und Temperatur.
  21. Ablauf der runden Bedienoberfläche mit dem gespeicherten Rezept „Your Americano“ und Auswahlmöglichkeiten für Menge und Vorlieben.
  22. Der höhenverstellbare Auslauf über drei unterschiedlich hohen Tassen, von einer kleinen Tasse bis zu einem hohen Becher.
  23. Diagramm zur Drehung des Ausgabekopfs, um Tassen an der Längs- oder Schmalseite einer Arbeitsfläche aufzustellen.
  24. Wasser- und Bohnenbehälter, die nach oben aus der Maschine entnommen werden können.
  25. Milchbehälter und Kaffeesatzbehälter, die sich durch Druck von vorn öffnen lassen.
  26. Abschnittsfolie zu internen Bauteilen mit einer transparenten Darstellung von Gehäuse und Mechanismen.
  27. Innere Anordnung von Mahlwerk, Pumpe, Heizung, Brühmechanismus, Drehmotor und weiteren Bauteilen.
  28. Zwei abschließende Renderings der Kaffeemaschine HUBBLE mit ihrem schwarz-kupferfarbenen Gehäuse von vorn und aus schräger Perspektive.
Englischsprachige Originalfolien der Abschlusspräsentation.

Entwurf eines Gebläsefiltergeräts für Schweißarbeiten (Sommer 2020)

Aufgabe: Atemschutz für vorhandene Schweißschutzschirme

Beim Schweißen müssen Atemwege und Gesicht vor Rauch und heißen Funken geschützt werden. In engen Arbeitsräumen können mehrere Schutzschichten jedoch das An- und Ablegen erschweren und Sicht und Bewegung einschränken. Die Aufgabenstellung verlangte ein leichtes Gebläsefiltergerät (PAPR), das sich schnell an einen vorhandenen Schweißschutzschirm anpassen lässt.

Als Persona entwickelten wir Antonio, einen 25-jährigen Vollzeitschweißer aus Mailand. Zu den Anforderungen gehörten die Kompatibilität mit unterschiedlichen Schutzschirmen, eine kompakte Form, Tragekomfort, ein austauschbarer Akku mit langer Laufzeit, Überdruck, mindestens zwei Luftstromstufen, optische und akustische Warnsignale, ein Kombinationsfilter und ein Luftvolumenstrom von mindestens 120 L/min.

Rendering einer schweißenden Person mit VCS-20: schwarzer Schweißschutzschirm, halsbedeckende Haube, Weste und C-förmiges, auf den Schultern getragenes Gebläse.
Das vorgeschlagene System VCS-20 verbindet eine am vorhandenen Schweißschutzschirm befestigte Haube mit einer Weste zur Fixierung am Körper und einem auf den Schultern getragenen Gebläse.

Gestaltung: Haube, Weste und ein auf den Schultern getragenes Gebläsefiltergerät

VCS-20 kombiniert eine anpassbare Haube, eine Weste und eine C-förmige PAPR-Einheit. Die Haube verbindet flammhemmende Baumwolle mit elastischem Stoff und nutzt sechs Befestigungspunkte aus Gecko Tape, um zu unterschiedlichen Schutzschirmformen zu passen. In einer Pause lässt sich der Schutzschirm allein hochklappen, ohne das ganze System abzulegen.

Die Weste begrenzt die Bewegung der Einheit und wird mit Klettverschlüssen und Gurten an die tragende Person angepasst. Ein magnetischer Anschluss am Hals versorgt die Haube mit Luft; die Gebläseeinheit verteilt ihr Gewicht auf beide Schultern. Gelenke an Rückseite und Seiten sowie Silikonbauteile wurden vorgesehen, um sich unterschiedlichen Körpergrößen und Bewegungen anzupassen.

Explosionsdarstellung von VCS-20 mit Gehäuse, Filterabdeckung, Kombinationsfilter, Gebläse, Gelenken, austauschbarem Akku, Leiterplatte, Luftsensor und Bedienelement.
Explosionsdarstellung von VCS-20: Kombinationsfilter, Gebläse, austauschbarer Akku, Leiterplatte, Luftsensor, Bedienelemente und Warngeber sind um die Schultern angeordnet.

Bedienung und Rückmeldung für die Nutzung mit Handschuhen gestalten

Ein Dreh-Drück-Steller vereint Ein- und Ausschalten sowie Luftstromeinstellung in einem Bedienelement. Die vorgesehene optische und akustische Rückmeldung informiert über Filterzustand, Akkustand und verminderten Luftstrom. Wir untersuchten spritzgegossene Gehäuseschalen und lasergeschnittene Textilteile und arbeiteten Materialauswahl, Bauteilaufteilung und Montageansatz aus.

Das Team baute ein tragbares Anschauungsmodell in Originalgröße, um Passform sowie An- und Ablegen des Systems zu erkunden.

Vorderansicht einer Person mit Weste, Haube, Schweißschutzschirm und Schultergebläse des VCS-20-Prototyps, daneben separate Ansichten von Haube und Einheit.
Tragbarer VCS-20-Prototyp in Originalgröße zur Untersuchung der Westenbefestigung, der Passform an den Schultern und der Reihenfolge beim Anlegen von Haube und vorhandenem Schweißschutzschirm.

Ergebnis: Passform am Prototyp erkunden und Betrieb simulieren

Das Projekt verband Nutzeranforderungen, Tragesystem, äußere und innere Gestaltung, Materialien und Fertigungsverfahren sowie einen tragbaren Prototyp in Originalgröße. Es entwickelte das Gebläsefiltergerät als Teil eines integrierten tragbaren Systems aus Schutzschirm und Kleidung.

Product Development Studio 2, Gruppe 8. Gemeinschaftsarbeit von Takafumi Horiuchi, Hou Weihuan, Giulia Stevanoni und Marco Luigi Talpo.

Abschlusspräsentation

  1. Titelfolie zum PAPR-Projekt für Schweißarbeiten mit BLS-Logo, Produktangebot und Namen der Teammitglieder.
  2. Foto einer Schweißarbeit, Herausforderungen durch Rauch, Funken, enge Räume und komplexe Schutzausrüstung sowie die wichtigsten Branchen mit Schweißanwendungen.
  3. Marktrecherche mit Vergleich handelsüblicher Atemschutzgeräte für Schweißarbeiten nach Aufbau und Trageweise.
  4. Aufgabenstellung und Anforderungen, darunter Kompatibilität mit vorhandenen Schweißschutzschirmen, Kompaktheit, Komfort, austauschbarer Akku, Warnsignale und Luftvolumenstrom.
  5. Antonio, die Persona eines 25-jährigen Schweißers, wünscht geringes Gewicht, schnelle Bedienung und Anpassung, Kompatibilität mit einem vorhandenen Schutzschirm und Komfort.
  6. Abschließendes Rendering einer schweißenden Person mit VCS-20 aus Haube, Weste und auf den Schultern getragenem Gebläse.
  7. Übersicht von VCS-20 mit Farbvarianten und Lage des Luftsensors.
  8. Luftstromsimulation mit Schadstoffpartikeln um ein 3D-Modell; sie zeigt die Luftbewegung von der Schultereinheit in die Haube.
  9. Schichtaufbau, Abmessungen und Materialien der Weste, darunter flammhemmende Baumwolle, Neopren und Nylon.
  10. Verbindungsdetails für den magnetischen Halsanschluss, Schlauch, Platte und Nieten.
  11. Flammhemmende Baumwolle und elastischer Stoff der Haube, Schnittmuster und Hauptabmessungen.
  12. Befestigung der Haube an vorhandenen Schweißschutzschirmen unterschiedlicher Form durch sechs Gecko-Tape-Befestigungspunkte.
  13. Explosionsdarstellung der C-förmigen, auf den Schultern getragenen PAPR-Einheit mit Gelenken an Rückseite und Seiten sowie Silikonbauteilen.
  14. Drück- und Drehfunktionen des Multifunktionsreglers, optische und akustische Warnsignale sowie Gehäusematerialien.
  15. Vollständige Explosionsdarstellung von VCS-20 mit Gehäuse, Kombinationsfilter, Gebläse, austauschbarem Akku, Leiterplatte, Sensoren und weiteren Teilen.
  16. Vorgeschlagene Fertigungsverfahren: Laserschneiden für Textilteile und Spritzguss für Gehäuseteile.
  17. Tragbarer VCS-20-Prototyp in Originalgröße mit Vorderansicht einer tragenden Person und separaten Ansichten der Haube und Schultereinheit.
  18. Fotos von zwei Personen mit VCS-20 von vorn und hinten, die die Passform des Prototyps am Körper zeigen.
  19. Interaktive Unity-Demonstration mit mobiler Bedienoberfläche und 3D-Modell zur Steuerung von simulierter Luftbewegung und Luftvolumenstrom.
  20. Werbekonzept mit einer schweißenden Person in VCS-20 und dem Schriftzug „FEEL FREE TO BREATHE“.
Englischsprachige Originalfolien der Abschlusspräsentation.

Entwurf eines Geräts zur Voruntersuchung vor der Blutspende (Winter 2020)

Aufgabe: Berührungslose Voruntersuchung vor der Blutspende in Selbstbedienung

Zur Voruntersuchung vor einer Blutspende gehören Kontrollen von Temperatur, Herzfrequenz, Blutdruck und Hämoglobin. Während der COVID-19-Pandemie führten gemeinsam genutzte Geräte und enger Kontakt mit dem Personal zu zusätzlichen Hygienebedenken und Belastungen. Wir betrachteten den Messablauf aus beiden Perspektiven neu.

Vorgeschlagen wurde ein Selbstbedienungsterminal für Blutspendende ab 16 Jahren in Nordamerika, vorgesehen für Spendezentren, mobile Standorte und Blutspendebusse. Die wichtigsten Anforderungen waren berührungslose, nicht invasive Messungen, eine leicht zu reinigende und transportierbare Form, kurze Messzeiten, papierlose Dokumentation, sicherer Datenaustausch sowie die Nutzung als Tisch- und Standgerät.

DELCON Massachusetts, das Konzept zur Voruntersuchung vor der Blutspende: ein großes Display in einem weißen Tischgehäuse mit Kameras und Leuchten an der Oberseite.
Das vorgeschlagene Terminal zur Voruntersuchung bündelt oben eine Bildverarbeitungskamera für Gesichts- und Nagelbettaufnahmen, eine Wärmebildkamera und unterstützende Leuchten. Bildschirm und Lautsprecher liegen in einem abgerundeten Gehäuse, das sich leicht reinigen lassen soll.

Konzept: Vier Untersuchungsgrößen mit drei optischen Methoden erfassen

Das Konzept kombiniert bildgebende Photoplethysmographie (iPPG) zur Schätzung von Herzfrequenz und Blutdruck aus Farbveränderungen des Gesichts, Thermografie zur Erfassung der Temperatur der Gesichtsoberfläche sowie Kameraaufnahmen und maschinelles Lernen zur Schätzung des Hämoglobins anhand des Nagelbetts. Wir wählten diese Verfahren, um Messungen ohne am Körper befestigte Sensoren und ohne Blutentnahme zu erkunden.

Im Projekt dokumentierte Messmethoden und Entwurfsannahmen. Diese Zahlen sind keine validierten Leistungsdaten. Definitionen und Quellen der ±-Angaben müssen noch bestätigt werden.
MessgrößeMethodeEntwurfsannahmen im Projekt
Herzfrequenz und BlutdruckGesichtsbasierte iPPGAbstand: 0,5–1 m; Beleuchtungsstärke: 1000–4000 lx; Messzeit: etwa 60 s. Herzfrequenz: ±3 bpm; systolischer Blutdruck: ±0,4 mmHg; diastolischer Blutdruck: ±0,2 mmHg.
TemperaturThermografieAbstand: 0,3–1 m; Echtzeitmessung; ±0,2 °C.
HämoglobinNagelbettaufnahmen und maschinelles LernenBeleuchtungsstärke: 250–3000 lx; Messzeit: etwa 15 s; ±0,92 g/dL.

Vom QR-Code zu gemeinsam verfügbaren Ergebnissen

Im vorgeschlagenen Ablauf scannt die spendende Person den bei der Voranmeldung erhaltenen QR-Code und hält dann einen Fingernagel vor die obere Bildverarbeitungskamera, um den Hämoglobinwert schätzen zu lassen. Anschließend stellt sie sich vor das Terminal, damit dieselbe Kamera und die Wärmebildkamera die für Temperatur, Herzfrequenz und Blutdruck benötigten Aufnahmen erfassen können. Bildschirm und Lautsprecher sollen bei der Positionierung unterstützen und durch den Messvorgang führen. Die Ergebnisse würden für die Prüfung durch das Personal in einen cloudbasierten Datensatz übernommen.

Vorgeschlagener Ablauf vor der Blutspende: QR-Scan, Nagelbettaufnahme, berührungslose Untersuchung des Gesichts und Weitergabe der Ergebnisse an das Personal über die Cloud.
Vorgeschlagener Ablauf an einem einzigen Terminal: Identifikation per QR-Code, Hämoglobinschätzung anhand des Nagelbetts, berührungslose Erfassung von drei Größen im Gesicht und cloudbasierte Weitergabe der Ergebnisse an das Personal.

Ein Terminal für die Nutzung auf dem Tisch oder auf einem Standfuß

Wir entwarfen dasselbe Terminal für die direkte Aufstellung auf einem Tisch oder die Befestigung an einem eigenen Standfuß, dessen Stiftmechanismus zwei Höhen ermöglicht. Bildverarbeitungskamera, Wärmebildkamera und unterstützende Leuchten sind oben gebündelt; Bildschirm und Lautsprecher befinden sich vorn. Der Entwurf sieht Akku- oder Kabelbetrieb vor.

Vorgeschlagene Materialien und Verfahren sind spritzgegossene Frontbauteile aus PC und PET, eine thermogeformte und spanend bearbeitete Gehäuserückseite, eine Bildschirmabdeckung aus Polycarbonat und ein Standfuß aus A500-Stahl. Wir arbeiteten innere Anordnung, Explosionsdarstellungen, Montagefolge und Fertigungsansatz aus und untersuchten die strukturelle Stabilität des Standfußes mit der Finite-Elemente-Analyse.

Explosionsdarstellung des Untersuchungsterminals mit vorderem und hinterem Gehäuse, Bildschirm, oberen Kameras, Leuchten, Lautsprecher, Leiterplatte und tragenden Teilen.
Explosionsdarstellung des Untersuchungsterminals mit den oberen Kameras, dem Bildschirm, der Leiterplatte, den vorderen und hinteren Gehäuseteilen sowie den tragenden Bauteilen zu ihrer Befestigung.

Ergebnis: Ein integriertes Untersuchungskonzept mit Arbeitsablauf für das Personal

Das abschließende Konzept verbindet Einsatzumgebungen und Anforderungen, ausgewählte Messmethoden, einen QR- und cloudbasierten Ablauf, Gehäuse für Tisch- und Standnutzung, innere Anordnung, Materialien und Fertigungsverfahren, Explosionsdarstellungen und Strukturanalyse.

Design Studio, Gruppe 11. Gemeinschaftsarbeit von Fabio Villano, Bhuvanesh Bari, Takafumi Horiuchi und Joeperdo El Husseini.

Abschlusspräsentation

  1. Titelfolie zum Untersuchungsterminal mit Rendering als Tischgerät, Projektname und Namen der Teammitglieder.
  2. Aufgabenstellung und vier beabsichtigte Vorteile: Hygiene, geringere Belastung, Geschwindigkeit und körperlicher Abstand.
  3. Vorgesehene Nutzende und Einsatzorte: Blutspendende ab 16 Jahren in Nordamerika, medizinisches Personal, Spendezentren, mobile Standorte und Blutspendebusse.
  4. Konzept des freistehenden Terminals und Hauptmerkmale, darunter Bildschirm, obere Kameras und unterstützende Leuchten.
  5. Vorgeschlagene Nutzung der gesichtsbasierten iPPG zur Schätzung von Herzfrequenz und Blutdruck, mit Abstand, Beleuchtungsstärke, Messzeit und Entwurfsannahmen.
  6. Für die iPPG-Messung vorgeschlagene Kamera, Beleuchtung und Bildverarbeitungskomponenten.
  7. Vorgeschlagene Nutzung der Thermografie zur Temperaturmessung an der Gesichtsoberfläche, mit Abstand, Messgeschwindigkeit und Entwurfsannahmen.
  8. Für die Temperaturmessung vorgeschlagene Wärmebildkamera und unterstützende Bauteile.
  9. Vorgeschlagene Nutzung von Nagelbettaufnahmen und maschinellem Lernen zur Hämoglobinschätzung, mit Beleuchtungsstärke, Messzeit und Entwurfsannahmen.
  10. Vorgeschlagener Aufbau zur Hämoglobinschätzung mit derselben oberen Bildverarbeitungskamera wie für Herzfrequenz und Blutdruck.
  11. Abgerundetes Gehäuse, ausgelegt auf Stabilität, leichte Reinigung und Transportierbarkeit.
  12. Vergleich desselben Untersuchungsterminals als Tisch- und Standgerät.
  13. Stiftmechanismus zur Einstellung des Standfußes auf zwei Höhen.
  14. Vorgeschlagener Ablauf: QR-Scan, Nagelbettaufnahme, berührungslose Untersuchung des Gesichts und Weitergabe der Ergebnisse an das Personal.
  15. Materialien für vorderes und hinteres Gehäuse, Bildschirm und Standfuß sowie vorgeschlagene Verfahren wie Spritzguss, Thermoformen und spanende Bearbeitung.
  16. Explosionsdarstellung des vollständigen Terminals und Standfußes mit Gehäuse, Bildschirm, internen Bauteilen, Säule und Fußplatte.
  17. Explosionsdarstellung des Terminals mit vorderem und hinterem Gehäuse, Bildschirm, oberen Kameras, Leuchten, Lautsprecher, Leiterplatte und tragenden Teilen.
  18. Vordere Baugruppe des Terminals mit den tragenden Bauteilen zur Befestigung der einzelnen Teile.
  19. Form, Hauptabmessungen und Fertigungsdetails des vorderen Terminalgehäuses.
  20. Form, Hauptabmessungen und Fertigungsdetails des hinteren Terminalgehäuses.
  21. Finite-Elemente-Analyse des belasteten Standfußes mit farbiger Darstellung von Verformungs- und Spannungsverteilungen.
  22. Abschlussfolie mit „Thank you“ auf grauem Hintergrund.
Englischsprachige Originalfolien der Abschlusspräsentation.